NEAT steht für nicht-sportliche Aktivitätsthermogenese: alle Kalorien, die du durch Bewegung verbrennst, die kein Training ist. Zum Laden laufen, Einkäufe tragen, das Haus putzen, beim Telefonieren auf und ab gehen, am Schreibtisch zappeln. Klingt trivial, kann sich aber zwischen zwei gleich großen Menschen um Hunderte bis über tausend Kalorien am Tag unterscheiden.

Warum sie wichtig ist

Bei den meisten Menschen verbrennt NEAT mehr Kalorien als Training. Eine harte Stunde im Fitnessstudio kostet vielleicht 300 bis 500 Kalorien. Ein aktiver Tag mit Gehen und Erledigungen kann das leise übertreffen. NEAT ist auch der heimliche Grund, warum die Fettverbrennung stagniert: Wenn du eine Diät machst, bringt dein Körper dich dazu, dich weniger zu bewegen, ohne dass du es merkst. Du sitzt mehr, zappelst weniger, nimmst den Aufzug. Das Defizit schrumpft, und die Waage bleibt stehen.

NEAT wirkt also in beide Richtungen. Es ist der größte Hebel, den du wahrscheinlich nicht verfolgst.

Wie du sie im Training einsetzt

Setz dir ein tägliches Schrittziel und behandle es wie eine Trainingsvariable. Irgendwo zwischen 7.000 und 10.000 Schritten funktioniert für die meisten Menschen; die genaue Zahl ist weniger wichtig als sie konsequent zu erreichen. Spaziergänge nach dem Essen, weiter weg parken, Anrufe im Stehen führen. Kleinigkeiten, die sich täglich summieren.

Achte während einer Fettverbrennungsphase auf deine Schrittzahl, statt darauf zu vertrauen, wie aktiv du dich fühlst. Sinken die Schritte, während die Kalorien gleich bleiben, verdunstet dein Defizit still und leise. Erhöh die Schritte wieder, bevor du das Essen weiter kürzt.

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