EMOM bedeutet "every minute on the minute". Zu Beginn jeder Minute startest du ein festes Arbeitspensum, sagen wir 10 Kettlebell-Swings, und was von der Minute übrig bleibt, ist deine Pause. Bist du nach 25 Sekunden fertig, ruhst du dich 35 Sekunden aus. Die Uhr wiederholt sich für eine festgelegte Anzahl an Minuten, und das Format erzwingt ein gleichmäßiges, ehrliches Tempo, ohne dass du groß darüber nachdenken musst.
Warum es wichtig ist
Pacing ist die schwierigste Fähigkeit im Konditionstraining, und EMOMs lösen das mit einer Uhr. Du kannst in Minute zwei nicht explodieren, weil die Arbeit pro Minute gedeckelt ist. Du kannst aber auch nicht schlampen, weil die nächste Runde beginnt, ob du bereit bist oder nicht. Diese eingebaute Struktur macht EMOMs auch für Techniktraining großartig. Zehn Minuten mit 3 sauberen Klimmzügen pro Minute geben dir 30 Wiederholungen von Qualität mit bei jedem Satz noch frischer Form. Weit besseres Training als ein einziger hässlicher Maximalsatz von 15.
Wie du es im Training einsetzt
Wähle Arbeit, die du frisch in 30 bis 40 Sekunden schaffst. Das lässt genug Pause übrig, um die Qualität durch die zweite Hälfte hoch zu halten, was der ganze Sinn der Sache ist.
Für Konditionstraining probiere ein 12 bis 16 Minuten langes EMOM mit zwei abwechselnden Bewegungen: ungerade Minuten 12 Kalorien am Rudergerät, gerade Minuten 10 Burpees. Für Kraft oder Technik halte die Wiederholungen niedrig, etwa 2 bis 5, bei einem Gewicht, das du verdoppeln könntest. Arbeitest du bei Sekunde 50 noch immer, ist die Last oder die Wiederholungszahl zu ambitioniert. Kürze sie. Das Format lehrt Pacing nur, wenn du das Tempo auch tatsächlich halten kannst.